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Edda, die Bündische Oper - Das Werk

Kreative Helfer: Ein Troll, ein Thermo-Becher und The famous Grouse

EDDA ist die Geschichte von Lifthrasir, einem Hirten, der eigentlich nur sein Schaf Bukolla sucht. Trotz seines begrenzten Intellekts macht er sich Gedanken über die Welt und lauscht interessiert den Ausführungen des alten Halgerdurs. Er begegnet wahrhaftig den nordischen Göttern und wird am Ende sogar als Urvater der gesamten Menschheit zu besonderen Ehren kommen.

Die Autoren und Komponisten HEINAR REINARSSON und ANDERS EINAR ERIKSSON haben diese Rahmenhandlung kreiert, um einen Spannungsbogen darstellen zu können. Sie basiert auf einer isländischen Sage über Trolle, die die beiden auf ihrer ersten Islandfahrt gehört haben. Darin sucht ein kleiner Bauernjunge seine Kuh "Bukolla".

Die Edda, Sammlung über Sagen und Heldenlieder der germanischen Gottheiten, diente als Grundlage, wobei sie jedoch über keine eigene Chronologie verfügt. Daher war der Kunstgriff mit "Lifthrasir" vonnöten. Der Name "Lifthrasir" ist in der Original-Edda verbürgt. Hierbei handelt es sich um den ersten Menschen, der gemeinsam mit seiner Gemahlin Lif die Welt nach dem Ragnarök wieder bevölkert hat. Dass er ein Hirte war, ist zwar nicht ganz unwahrscheinlich, ist im vorliegenden Werk jedoch vor allem auf die Phantasie REINARSSONS und ERIKSSONS zurückzuführen.

Die Autoren und Komponisten haben sich noch zwei weitere künstlerische Freiheiten erlaubt, die dem Kundigen sicherlich auffallen werden. Beide sind in der Szene eingebracht, in der Loki mit Brokk die Wette eingeht, die ihn beinahe den Kopf gekostet hätte. Der "Wettpartner" Lokis heißt eigentlich Eitri. Brokk ist der Zwerg, der für Eitri den Blasebalg bedient. Darüber hinaus erwähnt Loki den Speer Gungnir, der "nie zögert zuzustoßen und nie sein Ziel verfehlt". Die zweite

Eigenschaft ist der Phantasie entsprungen oder zumindest nicht in der Literatur erwähnt.

Über diese Freiheiten werden sich die Experten wahrscheinlich die Köpfe heiß reden.

Das Weltenbild

1. Akt: Die Entstehung der Welt

Lifthrasir bricht auf, um sein Schaf zu suchen. Er gelangt an fremde Orte und wird sich zum ersten Mal in seinem Leben der Weite der Welt bewusst. Getrieben von der Frage, wie Berge, Meer, Wiesen, Bäume, Flüsse, Himmel und Erde entstanden sind, gelangt er immer näher an den Berg Herdubreid, den er auswählt, um von dort Ausschau nach seinem Schaf Bukolla zu halten.

Halgerdur, ein alter Hirte, begegnet ihm. Lifthrasir berichtet ihm von seinem Vorhaben, Herdubreid zu besteigen. Der Alte schüttelt über soviel Naivität verständnislos den Kopf. Auf des Berges Gipfel befindet sich ASGARD, die Burg, in der die Götter leben. Kein Ort, an dem Sterbliche geduldet werden.

Lifthrasir lauscht den Ausführungen Halgerdurs über die Welt, über die Weltenesche Yggdrasil und über Odin, der auf seinem Hochsitz Breidablick thront und von dort aus die Welt überblickt.

Dennoch lässt sich der Junge nicht von seinem Entschluss abbringen. Schließlich geht es um ein Schaf, und was für ein Hirte wäre er, ginge ihm eines verloren... Außerdem hat er durchaus von Zwergen, Trollen und Elfen gehört, die in der Welt hausen. Mit denen wird er schon fertig.

Thor, der Donnergott

2. Akt: Die Götter

Lifthrasir gelangt an den Fuße des Herdubreid. Bifrost, die Regenbogenbrücke führt direkt in die Stadt der Götter, doch an der Brücke stehen Heimdall und Thor. Sie sind nicht erfreut darüber, dass ein Sterblicher es wagen will, ASGARD zu betreten und machen ihm dies auch klar.

Balder beruhigt die aufgebrachten Gemüter und führt Lifthrasir zurück. Dabei erfährt der Hirte zum ersten Mal von Loki und welche Rolle dieser verschlagene Gott für das Schicksal der Welt spielen wird.

In einer Höhle beobachtet Lifthrasir dann die Wette zwischen Loki und Brokk und kann sich von der Doppelzüngigkeit und Hinterlist des Loki überzeugen.

Wenig später begegnet er Thor zum zweiten Male.

Das Ragnarök

3. Akt: Das Ragnarök

Der hinterlistige Loki hat aus Missgunst Balders Tod herbeigeführt. Lifthrasir und Halgerdur sitzen verständislos am Feuer und ahnen Schlimmstes. Der junge Hirte hatte Freundschaft mit Balder geschlossen und nun einen Freund verloren.

Für die Asen ist Balders Tod jedoch das erste Zeichen für das bevorstehende Ende.
Drei Winter in Folge haben keinen Sommer zugelassen. Das zweite Zeichen.
Sonne und Mond sind von den Wölfen verschlungen worden. Das dritte Zeichen.

Ihr Schicksal ist besiegelt, das Ende ist nah. Odin und die seinen halten Rat. Heimdall lässt das Gjallarhorn erschallen und ruft damit die Krieger in Walhall zur letzten Schlacht gegen die Feinde Asgards, in der es keinen Sieger geben wird. Menschen morden sich gegenseitig, die Welten brechen zusammen.

Epilog

Der Rauch ist verzogen, die alten Götter Vergangenheit. Lifthrasir ist auserwählt, mit seiner Frau Lif neues Leben auf der neuen Erde entstehen zu lassen.

Die Neue Welt

 
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